Archive for the ‘Tourneegruß’ category

Drachenbootlied – Violinkonzert von Fang Shi

13. März 2013

Die deutsche Erstaufführung mit Sha Katsouris : Violine , der Kammerphilharmonie Bad Nauheim unter der Leitung von Dirigent Uwe Krause……Live- Mitschnitt vom 10. März 2013

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In China ticken die Uhren anders

17. Januar 2013

Ein Beitrag von Almut Wenzel ( Viola )

 

Das Erste, was man bei langen Flügen durch die Zeitzonen verliert, ist das Zeitgefühl.

Man erlebt Warteschlangen, Starts, Landungen – und eine Sonne, die mitten in der Nacht einfach über den Wolken auf- oder untergeht.

Aber das alles ließ sich ganz leicht bewältigen oder auch genießen, denn schließlich war ich ja nicht allein unterwegs.

Wenn man mit einem 60köpfigen Orchester auf Reisen geht, wird es selbst in den längsten Warteschlangen nicht langweilig. Es ist spannend, die Leute, mit denen man zweieinhalb Wochen zusammen verbringt, Stück für Stück besser kennen zu lernen.

Die Bad Nauheimer Kammerphilharmonie ist ja an sich schon in ihrer Kernbesetzung ein eingespieltes Konzertreise-Team. (Das gilt natürlich auch im musikalischen Sinne.) Jetzt kamen noch einige Musiker hinzu, um die von China geforderten 60 Leute zu vervollständigen.

Eine Gruppe von erfahrenen Orchestermusikern, reiselustigen Musiklehrern, top-fitten Studenten und sogar gestandenen Professoren kam da zusammen,

was ausgezeichnet funktionierte.

Jeder gab gern sein Wissen und Können weiter, seine gute Laune, seine Medikamente und Handschuhe oder seine Wasserflasche – je nachdem, was gerade gebraucht wurde.

Wer in China unterwegs ist muss sich zunächst mal auf ein ungewohntes Zeit-Management einstellen.

Musikalisch gilt dort nach unserer Erfahrung: je SCHNELLER und LAUTER, desto besser – es darf auch mal krachen (am Ende eines Konzertes zum Beispiel aus Konfetti-Kanonen!)

Reise-technisch gilt: wer nicht rechtzeitig im Reisebus sitzt, erntet strenges

Kopfschütteln, auch wenn in 12stöckigen Hotels 120 deutsche und chinesische Musiker und Sänger mit Sack und Pack durch 2 Aufzüge geschleust werden müssen.

Beim Sightseeing ist individuelles Anschauen eher unwichtig. Man lässt sich mit Bussen (auch in offenen Kleinbussen bei minus 9 Grad) herumkutschieren.

Hält der Bus an, heißt es: aussteigen, aufstellen, Fotos machen, Souvenirs kaufen, einsteigen, weiter. Beim Highlight, der großen chinesischen Mauer, hatten wir aber immerhin anderthalb Stunden zur Verfügung.

 

Die größeren Entfernungen in dem Riesenland China haben wir mit Inland-Flügen bewältigt. Da kann es bei Musikern leicht mal passieren, dass am Abflug-Gate plötzlich Trompetenduette erklingen, was sogar die gestrengen chinesischen Ordnungshüter zu begeistertem Publikum werden ließ.

Bei der Reise durch die verschiedenen Klimazonen haben wir einerseits Außentemperaturen von bis zu minus 15 Grad im Norden Chinas erlebt – die Konzertsäle waren dort natürlich entsprechend geheizt. In Süd-China dagegen waren um die 15, einmal sogar 22 Grad draußen, was wir leichtbekleidet genossen.

In den Konzertsälen gab es im Süden allerdings überhaupt keine Heizung.

Bei 14 Grad im zugigen Theatersaal lässt man dann modische Aspekte auch mal sausen und zieht alles drunter, was wollig – und alles drüber, was schwarz ist.

Trotzdem waren wir für unser chinesisches Publikum immer top-fotogen. Denn kaum standen mal ein paar „Langnasen“ zusammen herum, bildete sich schnell eine Traube von Handy-fotografierenden Chinesen, die sich auch besonders gerne mit uns gemeinsam fotografieren ließen.

Letzte Barrieren der Kontaktaufnahme fielen übrigens in einer Bar an unserem letzten Abend im warmen Süd-China, wie gemunkelt wurde…

 

Und dann waren da noch:

Der chinesische Profi-Chor, dessen Damen selbst bei der größten Kälte mit schulterfreien Kleidern auf ihren Stufen standen, ohne mit der Wimper zu zucken –

Herr Meng Deng und seine Frau, die den gesamten Ablauf mit allen Beteiligten und den verschiedensten Vorstellungen koordinieren und in Gang halten

mussten –

Drei sehr nette chinesische Mit-Musiker, die geduldig jedes noch so kleine Anliegen übersetzten oder Unlesbares vorlasen –

Birgit, die alle organisatorischen Herausforderungen mit unerschütterlichem Optimismus meisterte –

Ruby, die sich liebevoll um das  „Orchesterkind“ Sebastian kümmerte und

Birgit tatkräftig unterstützte –

Und natürlich ganz besonders:

Konzertmeisterin Karin, die uns elegant und meisterhaft durch alle Temposchwankungen führte,

und Dirigent Uwe, der unterschiedlichste Musik und Musiker unter seinem Taktstock zusammenhielt und souverän mit dem Publikum kokettierte.

DANKE euch allen! Es war toll und ich vermisse euch!

Almut

 

 

 

Orchesterverpflegung 3 x täglich

13. Januar 2013

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2x ZhongShan Konzertsaal

12. Januar 2013

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wieder etwas gelernt !

12. Januar 2013

Leider mussten wir in China feststellen, dass der Zugang zu wordpress.com ebenso wie der zu facebook staatlicherseits blockiert ist, deshalb also unsere Passivität , den blog betreffend……nun wird alles besser, wir sind zurück und werden berichten.Reiseroute grob

Große Säle, große Erfolge, uns geht es prima in China

31. Dezember 2012

Noch einmal schlafen!!

27. Dezember 2012

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Morgen geht es also endlich los! 59 Personen, 11 Konzerte. Aber zuerst ein sehr langer Reisetag von Frankfurt nach Doha ( Qatar ) und weiter nach Peking und Yinchuan….